Großfamilie: Hülsenfrüchte – Rezept: Falafel

Bohnen, Zuckerschoten, Linsen, Erdnüsse, Erbsen, Lupinen und Soja – so unterschiedlich sie in Geschmack, Farbe und Form auch sein mögen – gehören sie alle zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler. Und ähnlich wie Reis und Getreide spielen die Hülsenfrüchte seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle auf dem menschlichen Speiseplan.

In unserem Falafelrezept findet eine Hülsenfrucht Verwendung, die sich in der indischen und orientalischen Küche besonderer Beliebtheit erfreut – die Kichererbse. Getrocknet oder fertig gekocht aus der Dose überzeugt die Kichererbse mit einem Eiweißgehalt von stolzen 20 Prozent und einem relativ hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren.

Wie alle Hülsenfrüchte enthalten auch die Kichererbsen unverdauliche Zuckerstoffe, die zu Verdauungsbeschwerden führen können. Allerdings ist der Anteil der Dreifachzucker im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten relativ gering. Sollten Sie also Falafel, Hummus & Co. nicht so gut vertragen, liegt es höchstwahrscheinlich eher an Knoblauch und Zwiebeln.

Rezept Falafel aus Kichererbsen

  1. Lassen Sie die Kichererbsen in einer Schüssel mit Wasser bedeckt mindestens 12 Stunden quellen. Alternativ können Sie auch vorgegarte Kichererbsen aus der Dose verwenden. Lassen Sie die Kichererbsen gut abtropfen.
  2. Zwiebel und Knoblauch schälen und grob zerkleinern.
  3. Wenn vorhanden, nutzen Sie für den folgenden Arbeitsschritt einen Fleischwolf: drehen Sie Kichererbsen, Petersilie, Zwiebeln, Toastbrot, Knoblauch, Koriander und Kreuzkümmel durch den Wolf. Lassen Sie als letztes die Kartoffel durch das Gerät laufen, um auch die Reste der leckeren Hauptzutaten zu nutzen. Sollten Sie keinen Fleischwolf besitzen, zerkleinern Sie die Zutaten mit einem Stabmixer oder einem Multizerkleinerer. Dabei sollte die Masse gleichmäßig aber nicht zu fein werden.
  4. Schmecken Sie die Mischung mit einem Spritzer Zitronensaft, Pfeffer und Salz ab. Dicken Sie die Masse mit Mehl an. Die richtige Konsistenz haben Sie erreicht, wenn der Falafelteig noch feucht ist, aber nicht mehr zerläuft.
  5. Erhitzen Sie das Öl.
  6. Formen Sie mit zwei Esslöffeln Nocken und lassen diese vorsichtig in das heiße Fett gleiten. Unser Profitipp: wenn Sie das vordere Ende der Esslöffel gelegentlich kurz ins heiße Fett tauchen, lösen sich die Falafeln leichter vom Besteck. Vorsicht heiß!
  7. Backen Sie die Falafeln 4-5 Minuten goldbraun aus und lassen Sie sie auf einem Küchenpapier abtropfen.
  8. Servieren Sie die Falafeln zum Beispiel mit einem Joghurt, das mit Minze, Salz und Pfeffer abgeschmeckt ist.

Wir wünschen guten Appetit!